Ermittlung des Krankentagegeld-Bedarfs

Ermittlung des Krankentagegeld-Bedarfs

1. Krankentagegeldberechnung für Arbeitnehmer

Als maßgebliches Nettoeinkommen gilt:

80% des durchschnittlichen Bruttoeinkommens der letzten 12 Monate vor der Antragstellung. Dabei berücksichtigen

wir zum Beispiel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Wir unterscheiden bei Arbeitnehmern nach gesetzlich oder privat Versicherten.

1.1 Gesetzlich versicherter Arbeitnehmer (GKV)

Für gesetzlich Versicherte Arbeitnehmer (Pflichtmitglieder und freiwillige Mitglieder) gilt eine modifizierte, vereinfachte

Prüfung auf den abschließbaren Krankentagegeld-Höchstsatz. Entnehmen Sie den maximalen Krankentagegeld-

Höchstsatz der Tabelle im Taschentarif.

Sollte das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen höher sein, ist der Kranken tagegeld-Höchstsatz wie

folgt zu berechnen:

Durchschnittliches monatliches Bruttoeinkommen

davon 80%

geteilt durch 30 Tage

abzüglich Krankengeldhöchstsatz (der GKV)

= Krankentagegeld-Höchstsatz

1.2 Privat versicherter Arbeitnehmer (PKV)

Maßgebliches Nettoeinkommen

= 80% des Bruttoeinkommens (ohne Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen)

2. Krankentagegeldberechnung für Selbstständige / Freiberufler

Das Nettoeinkommen entspricht dem Gewinn vor Steuern. Berechnen Sie es wie folgt:

Betriebseinnahmen (aus Geschäftsbetrieb bzw. Praxis)

abzüglich Betriebsausgaben

= Gewinn vor Steuern (nach § 2 Abs. 2.1 Einkommensteuergesetz)

3. Absicherung für Arbeitgeber nach Tarif TL

3.1 Absicherung der Gehaltsfortzahlung an Arbeitnehmer

monatliches Bruttogehalt

geteilt durch 30 Tage

= Tagegeld-Satz für Tarif TL

3.2 Zuschuss zum Krankengeld der Kasse für Arbeitnehmer

Höhe täglicher Krankengeldzuschuss

= Tagegeld-Satz für Tarif TL

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